Ausgewandert – Vom englischen Pub in die afrikanische Wildnis

Hoedspruit (pr) 2007 – die Ferien mit ihrem damaligen Freund nach Südafrika waren geplant: ein paar Tage Kapstadt, danach mit dem Mietwagen der Garden Route entlang und zum Schluss vier Tage Safari im Krüger Nationalpark. Eine Reise mit vielen unvergesslichen Höhepunkten und vier Tage, welche Hayleys Leben eine überraschende Wendung gaben.

Gemeinsam mit ihrem Reiseleiter und Ranger waren sie und ihr Freund vier Tage im Busch unterwegs. Hopi, so der Spitzname des Rangers, teilte seine Leidenschaft für Tiere und den afrikanischen Busch mit den beiden. Sein Wissen und seine Schilderung unzähliger Erlebnisse faszinierten Hayley nicht nur, sie verspürte plötzlich den unerwarteten Wunsch in Südafrika zu leben inmitten dieser Natur und Tiere. Nach ihrer Rückreise nach England erzählte sie allen, nach Südafrika in den Busch auswandern zu wollen.

Viele der Gäste des Pubs, in dem sie während sechs Jahren arbeitete, hielten die Idee, nach Südafrika auszuwandern, für vorüber gehende Schwärmereien eines jungen Mädchens. Auch Familie und Freunde warnten vor der hohen Kriminalitätsrate, vor Krankheiten etc. und empfahlen, doch besser nach Australien zu reisen. Hayley flog also für drei Monate nach Australien. Als sie wieder in England landete, war für sie endgültig klar, dass sie nur nach Afrika wollte. Sie begann, für ihren grossen Traum zu sparen. Ihre Verwandten und Bekannten realisierten bald, wie ernsthaft Hayley ihren Plan verfolgte und unterstützten sie dabei.

Die Pub-Besitzer organisierten einen «Südafrika-Spendenabend» mit einem 3-Gang Menü, dessen Einnahmen voll und ganz zugunsten Hayleys Reisekasse gingen. Ihre Freunde und Verwandten versteigerten private Kochkurse, einen persönlichen Autowasch-Service und viele andere kreative Dienstleistungen. So kamen in einem Jahr 5000 Pfund zusammen. 2009, eineinhalb Jahre nach ihrer ersten Südafrika-Reise war es endlich soweit: Hayley packte ihr Hab und Gut zusammen, flog nach Südafrika und startete ihr neues Leben. Sie ergatterte einen Job bei einem Catering Unternehmen, welches auch Aufträge aus den angrenzenden Ländern hatte. So lernte sie auch bald Botswana und Mozambique kennen.

Ihren Wunsch, im Busch zu leben und zu arbeiten, gab sie nie auf. So absolvierte sie einen 6-wöchigen Rangerausbildungs-Intensivkurs und schloss Level 1 mit Erfolg ab. Kurze Zeit später arbeitete sie endlich als Rangerin / Field Guard in einem Camp.

Einige Safarigäste waren beim Anblick der zarten Rangerin begeistert, andere schluckten dreimal leer. Doch Hayley überzeugte mit ihrer Begeisterung und Liebe zu diesem Land und dessen Tiere schliesslich auch die grössten Skeptiker. Heute, sieben Jahre nach dem ersten Buscherlebnis, arbeitet sie als Assistant Manager im Kings Camp. Das Träumen hat Hayley nicht verloren – sie plant, gemeinsam mit ihrem südafrikanischen Freund, ein Camp zu führen. Keine Minute denkt sie an eine Rückkehr nach England.

Hopi hat sie zu ihrem Bedauern nie wieder getroffen, da sie dessen richtigen Namen nicht kannte. Sie hätte ihm gerne gedankt, dass er als Ranger einen solch hervorragenden Job gemacht hat.

Mehr Informationen über das Kings Camp finden Sie im Private Safaris Katalog oder online auf privatesafaris.ch